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Ein besserer Schutz der Ozonschicht kann zugleich den Klimawandel bremsen. Das ist ein Kernpunkt des in Addis Abeba verabschiedeten und am Montag in Genf veröffentlichten Bericht des UN-Wissenschaftsrates zum Klimawandel IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change).
Der Rat verweist zudem darauf, dass Ersatzchemikalien für die ozonzerstörenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zum Treibhauseffekt beitragen. Daher dürfen auch sie ebenso wie ihre schädlichen Vorgänger nicht ungehindert in die Atmosphäre gelangen. «Es kann kein Tauschgeschäft zwischen dem Schutz der Ozonschicht und dem Bremsen des Klimawandels geben», sagte der Direktor des UN- Umweltprogramms (UNEP), Klaus Töpfer dazu. Den IPCC-Bericht haben 145 Experten aus 35 Ländern in zweijähriger Arbeit erstellt. Er zeigt mehrere Ansätze die sowohl die Ozonschicht schützen als auch den menschengemachten Klimawandel bremsen.
Klima in Budapest
Unter dem Montral-Protokoll war die Produktion von Ozon zerstörenden FCKW eingeschränkt und mit der Zeit verboten worden. FCKW-Ersatzstoffe waren aber erlaubt. Dazu zählen unter anderem die erderwärmenden perfluorierten Fluorkohlenwasserstoffe (PFC) und teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW). Diese Treibhausgase sollen durch die Klimarahmenkonvention von 1992 und das Kyoyot- Protokoll reduziert werden.
Klima in Bukarest
Den Anteil, den die ozonschädigenden Mittel oder ihre Ersatzstoffe zum Klimawandel beitragen, wird derzeit auf etwa zehn Prozent der Schadstoffe geschätzt, wie sie etwa fossile Brennstoffe verursachen. Das sind rund fünf Prozent des gesamten vom Menschen zu verantwortenden Beitrags zum Treibhauseffekt. Noch immer kommen 65 Prozent solcher Emissionen von FCKW-haltigen Kältemitteln, wie sie in alten Eisschränken oder Klimaanlagen verwendet werden. Diese Lecks müssten abgestellt werden, fordert das IPCC.